Der Unfall
Am Freitag, den 21. April 2006 freuten wir uns auf ein schönes Wochenende. Daniel, unser jüngster Sohn, kam wie immer zum Mittagessen nach Hause, zu seinem Papa, da seine Arbeitsstelle, ein Motorradfachgeschäft, sich nur unweit von unserem Wohnort entfernt befindet. Nach dem Essen sagte Daniel zu seinem Vater: "Mach's gut Papa, bis dann...". Niemand konnte ahnen, dass dies die letzten Worte zu uns waren. Daniel sollte sein zu Hause nie mehr wieder sehen. Am Nachmittag warteten wir auf ihn. Er wollte doch noch zu seinem Bruder Marko nach Halle fahren, um sich mit ihm und seiner Freundin Katrin ein schönes Wochenende zu machen. Sie wollten unter anderem Sushi essen und ins Kino.
Aber Daniel kam nicht nach Hause. Nun gut, es war Freitag und sicher wollten noch einige Motorradfreunde ihre Maschinen checken lassen, da frühlingshaftes Wetter war. Daniel arbeitete deshalb warscheinlich etwas länger. Das war in Ordnung, schließlich liebte er seine Arbeit über alles.
Während wir zu Hause warteten, wollte Daniel mit einer Vorführmaschine seines Arbeitgebers zur Zulassungsstelle fahren, als ein PKW Fahrer aus der Ausfahrt eines Baumarktes, ca. 100m von Daniel's Arbeitsstelle entfernt, nach links abbog und unserem Sohn die Vorfahrt nahm. Es kam zur Kollision. Daniel war sofort tot.
Sein Arbeitskollege und bester Freund Bernd war als erster an der Unfallstelle, nahm ihm vorsichtig den Helm vom Kopf und rief verzweifelt seinen Namen. Daniel konnte nicht mehr antworten. Die Halsschlagader war ihm gerissen, er hatte schwerste innere Verletzungen, entgegen den Gerüchten, die verbreitet wurden, Daniel hätte einen Herzfehler gehabt. Rein äußerlich erschien unser Sohn tatsächlich unversehrt.
Die Ersthelfer, Rettungssanitäter und die Notärztin konnten nichts mehr ausrichten. Wir als Eltern wurden erst lange Zeit danach informiert, durften nicht zu Daniel, sondern mussten sechs lange Tage und Nächte warten, um unseren "Kleinen" ein letztes Mal zu sehen.
Tränen der Liebe !
Blumen der Liebe bring ich dir ans Grab,
weil ich dir sonst nichts schenken vermag.
Steh ich am Ort, der dir Heimstatt nun ist,
fühl ich, wie schmerzlich mein Herz dich vermisst.
Zünde ein Lichtlein der Liebe dir an,
bete für dich und verlasse dich dann.
Tränen der Trauer, sie machen mich blind,
dass ich das Licht der Liebe kaum find.
Nur noch ein Blick nach dem traurigen Ort,
muss dich verlassen, muss von dir fort.
Tränen der Trauer, die nehm ich mit mir,
doch meine Liebe bleibt immer bei dir.





